Taekwondo (태권도) – Koreanische Kampfkunst der dynamischen Tritte
Taekwondo ist eine koreanische Kampfsportart, die vor allem für ihre schnellen, hohen und drehenden Tritte bekannt ist. Der Name setzt sich zusammen aus „tae“ (tritt), „kwon“ (faust) und „do“ (Weg) und betont den ganzheitlichen Weg des Kämpfers. Seit den Olympischen Spielen 2000 zählt Taekwondo zu den offiziellen Disziplinen und ist heute in über 200 Ländern verbreitet.
Geschichte und Entwicklung
Die Wurzeln des Taekwondo reichen bis in die alten Königreiche Koreas zurück, wo verschiedene Kampfstile praktiziert wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese Traditionen systematisch zusammengeführt und 1955 unter dem Namen „Taekwondo“ vereinheitlicht. Die Gründung der World Taekwondo Federation (WTF) 1973 förderte die internationale Verbreitung und legte das Regelwerk für den Wettkampfsport fest.
Charakteristische Techniken
Zentrale Tritttechniken
- Front Kick (Ap Chagi): gerader Tritt zum Oberkörper
- Roundhouse Kick (Dollyo Chagi): runder Tritt in Kopfhöhe
- Side Kick (Yop Chagi): kraftvoller seitlicher Tritt
- Spinning Hook Kick (Dwi Huryeo Chagi): drehender Hakenkick
Training und Wettkampf
Poomsae
Formenlauf aus festgelegten Bewegungsabläufen zur Schulung von Technik, Haltung und Atmung.
Kyorugi
Freikampf nach festem Regelwerk mit Schutzkleidung und Punktsystem für kontrollierte Treffer.
Taekwondo ist seit den Olympischen Spielen 2000 in Sydney offizielle Wettkampfsportart und zählt heute zu den weltweit größten Sportverbänden.
Taekwondo im Vergleich
| Kampfsportart | Schwerpunkt | Olympisch |
|---|---|---|
| Taekwondo | Bein- und Tritttechniken | Ja |
| Karate | Schlag- und Trittkombinationen | Teilweise |
| Kickboxen | Schlag- und Trittangriffe | Nein |