Kampfsportschule führenFinanzen & Controlling

ARPU – Average Revenue Per User

Der ARPU (Average Revenue Per User) misst den durchschnittlichen Monatsumsatz pro Mitglied. Er umfasst Mitgliedsbeiträge, Upsells wie Privatstunden oder Workshops sowie Zusatzverkäufe (Merchandise, digitale Kurse). Als zentrale Kennzahl im Finanzen & Controlling zeigt er, wie viel jeder Kunde im Mittel zur Kasse beiträgt.

Warum ist der ARPU wichtig für deine Kampfsportschule?

Mit dem ARPU behältst du deine Umsatzpotenziale pro Kopf im Blick. Du erkennst, welche Zielgruppen oder Angebote besonders profitabel sind, kannst Marketingbudgets gezielt einsetzen und Preis- bzw. Leistungsmodelle optimieren. Ein steigender ARPU verbessert außerdem deine Liquiditätsplanung und Profitabilität.

So berechnest du den ARPU

Formel: ARPU = Gesamtumsatz im Monat ÷ aktive Mitgliederzahl im gleichen Monat.

Beispiel: Bei 10.000 € Gesamtumsatz und 80 Mitgliedern ergibt sich ein ARPU von 125 €. Achte darauf, alle Einnahmequellen einzubeziehen (Beiträge, Einzelunterricht, Merchandise).

Benchmarks im DACH-Raum

Ein gesunder ARPU für Kampfsportschulen liegt in Deutschland, Österreich und der Schweiz zwischen 79 € und 129 € pro Mitglied und Monat.

Typische Fehler bei der ARPU-Auswertung

  • Nur Grundbeiträge berücksichtigen, Upsells außen vor lassen
  • Zeitraum und Mitgliederzahl nicht korrekt synchronisieren
  • Rabattaktionen und Gratiswochen nicht herausrechnen
  • Kündigungsumsätze fälschlich im ARPU belassen

Strategien zur Steigerung des ARPU

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Segmentiere deine Mitglieder nach Nutzungsverhalten und Bedürfnissen.
  2. Führe Upsells ein: Private Trainings, Technik-Workshops oder spezielle Seminare.
  3. Biete Merchandise und digitale Produkte (Video-Tutorials, E-Books) an.
  4. Gestalte Premium-Abos mit Zusatzleistungen (Ernährungsberatung, Online-Coaching).
  5. Optimiere Vertragslaufzeiten und Rabatte, um Kündigungen zu reduzieren und Bestandskunden mehr Umsatz zu entlocken.